Spiel um Liebe, Geld und Mord

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Wangen - Der Festspielverein Wangen und das neue Team mit Jens Schmidl an der Spitze arbeiten unter Hochdruck, damit sich am 24. Juli 2024, der imaginäre Vorhang für die Premiere von Carlo Goldonis „Der Diener zweier Herren“ im Zunftwinkel heben kann. Elf Männer und Frauen bilden das Team inklusive all jener, die für ein passendes Bühnenbild, Kostümbild und die Ausstattung sorgen.

Ein Blick in den Zunftwinkel zeigt: Das Bühnenbild ist sehr zurückgenommen. Umso mehr hängt die Wirkung von der Kunst der Inszenierung der Stücke ab. Und da ist Jens Schmidl als langjähriger Regisseur ein erfahrender Experte. „Der Diener zweier Herren“ ist ein Klassiker der Theaterliteratur. Und schon immer sehr unterhaltsam und doch so, dass am Ende über die Moral von der Geschichte diskutiert werden kann.

 „‚Der Diener zweier Herren‘ gilt als eine der turbulentesten und spielfreudigsten Komödien der Theatergeschichte“, sagt Jens Schmidl. Der Held dieser Komödie ist der Dienstbote und Tagelöhner Truffaldino, der getrieben von Hunger, sich schlagfertig und mit poetischem Witz durch die raue Welt der Selbstausbeutung schlägt.

Die Geschichte handelt von Mord, Geld und um Liebe und so geht sie: Nachdem der finanzkräftige Bräutigam Frederigo Rasponi bei einer Messerstecherei ums Leben kam, darf Pantalones Tochter Clarice unverhofft ihre wahre Liebe, Silvio, heiraten. Mitten auf der Verlobungsfeier taucht der vermeintlich ermordete Bräutigam Frederigo

Rasponi quicklebendig auf und besteht auf das gegebene Heiratsversprechen mit Clarice. Wie kann das sein? Beatrice, die Schwester Frederigo Rasponis tritt in den Kleidern ihres toten Bruders auf. Sie nimmt die Identität ihres Bruders an, um den reichen Vater Clarices, Pantalone, auszuplündern. Die geforderte Heirat mit Clarice wird lediglich fingiert. Mit dem erbeuteten Geld will Beatrice ihre große Liebe, Florindo, retten. Florindo ist der mutmaßliche Mörder ihres Bruders Frederigo. Er befindet sich inzwischen auf der Flucht und sucht verzweifelt seine Beatrice. Doch keine Bange: Goldoni ist ein Meister der Komik – es wird viel zu lachen geben.

Mit „Pippi Langstrumpf“ hat die Erfolgsgeschichte der Festspiele Wangen 2011 ihren Anfang genommen. Eigentlich sollte die Pippi schon im Sommer 2020 auf die Bühne im Zunftwinkel zurückkehren, doch die Pandemie kam dazwischen. Jetzt hat sich der Vorstand der Festspiele gemeinsam mit Jens Schmidl entschieden, im Landesgartenschau-Sommer die Geschichten mit dem mutig, frechen Gör in einer neuen Inszenierung noch einmal zu zeigen. Premiere ist am Samstag, 27. Juli 2024.

Info: Für das Abendstück liegt der Normalpreis bei 32 Euro, Schüler, Studierende, Schwerbehinderte bezahlen 25 Euro. Im Familienstück liegt der Normalpreis bei 17 Euro, für Kinder bei 7 Euro. Karten gibt es online über festspiele-wangen.reservix.de, an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, dem Gästeamt Wangen oder an der Theaterkasse.

 

 

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